Wie ich gerade auf “Der Westen” lesen durfte, würde es Wolfgang Franz gerne sehen, dass ALG II – Empfänger in Zukunft zur Arbeit verpflichtet werden. Aber er setzt auch gleich noch was oben drauf, er fordert die Kürzung des Regelsatzes von aktuell 359 Euro auf 251 Euro. Dafür soll es dann aber möglich sein, dass man 50% seines Hinzuverdienstes behalten kann. Mehr dazu bei “Der Westen” und nun hier meine Meinung dazu.
Die Kürzung ist schonmal absoluter Bullshit, denn einen gewissen Betrag braucht man einfach zum Leben. Der aktuelle Hartz IV-Betrag ist da schon die unterste Grenze. Pflicht zur Arbeit ist eigentlich sowieso schon vom Tisch, da ich es für Verfassungsfeindlich halte. Überhaupt stellt sich mir die Frage, wie man heutzutage noch auf solch Menschenfeindliche Ideen kommen kann. Zudem werden damit unschöne Dinge gefördert, das fängt an bei der Bezahlung und hört bei den Arbeitsbedingungen auf. Denn bei Arbeitgebern und seien es Komunen oder auch Wohlfahrtsverbände, ist der Umgang mit Angestellten nicht immer das Gelbe vom Ei.
Im Grunde wäre Hartz IV für viele garnicht mal schlecht, wenn es zum einen, jedem einen festen Betrag zusichern würde, die Berechnung einfacher wäre und vor allem der Verwaltungsbullshit in den ARGEN endlich aufhören würde. Grundsätzlich hätte man, meiner Meinung nach, bereits zur Einführung von Hartz IV gleichzeitig den Mindestlohn einführen müssen. So wären Arbeitgeber garnicht erst auf die Idee gekommen, den Hartz IV-Satz oder gar darunter als Höhe für Lohn anzusehen.
Was meint Ihr zu solchen Ideen, Arbeitspflicht für alle?
Tags: ALG II, arbeitspflicht, ARGE, Hartz IV, Idee, wolfgang franz
Datum: 5. Januar 2010
Autor: Frank